Forensik bei Sexuellem Missbrauch, SRA & MK Ultra

 

Nach den Realkennzeichen von Steller & Köhnken (1989) zeichnen sich glaubwürdige Berichte von (Klein)Kinder alleine bei sexuellem Missbrauch wie folgt aus:

  • Geschehen wird detailreich und sprunghaft erzählt (nicht auswendig gelernt)
  • Ungewöhnliche Detailfülle
  • Dem Kind fehlen für bestimmte Handlungen die Worte, das Kind kann den Geschlechtsverkehr nicht benennen, sondern nur umschreiben
  • Geschehen ist konsistent in unterschiedlicher Struktur und wiederholt sich mit anderen Worten des Kindes
  • Typische Erinnerungslücken, typische kindliche Verfälschungen (die es bei auswendig gelernten Erzählungen nicht gibt)
  • Erinnerungsfetzen fallen später ein
  • Schilderungen mit körperlichen Reflexen, zum Beispiel wenn sich das Kind nach schmerzhaften Analverkehr unbewusst an den Po fasst oder „geübt“ voller Panik wegläuft beim Eincremen des Ano-Genitalbereiches usw.
  • Schilderungen der eigenen Emotionen, Unsicherheit
  • Schilderungen enthalten wörtliche Zitate und direkte Rede
  • Schilderungen belasten das Opfer und entlasten den Täter
  • Anschauliche Schilderungen der eigenen Körperempfindungen

 

Kriminalistischen Maßnahmen zur Aufklärung der Verbrechen an (Klein)Kindern:
1. Befragung durch die Polizei
Da Kinder sich nicht strafbar machen können, so auch nicht durch eine falsche Aussage, werden sie bei der Polizei nicht vernommen, sondern angehört. Hierzu ist es entscheidend, dass der Kriminalist zunächst den Grad der geistigen Reife des Kindes feststellt. Dies nicht in der Form eines Gutachtens, sondern aus der Erfahrung des täglichen Lebens heraus durchzuführen. Er stellt vor der Anhörung fest, ob das Kind altersgerecht entwickelt ist und welche Auffälligkeiten zu erkennen sind. Ist das Kind ein Zeuge, so stehen dem Kind Aussageverweigerungsrecht und Zeugnisverweigerungsrecht zu. Ist ein Elternteil des Übergriffs am Kind beschuldigt, so hat vor der polizeilichen Befragung ein gerichtlich bestellter Ergänzungspfleger bestimmt zu werden, welcher in Bezug auf das Zeugnisverweigerungsrecht die Aufgaben des gesetzlichen Vertreters wahrnimmt. Nach Abschluss der Anhörung fertigt der Kriminalist eine Niederschrift. Hierin gibt er die Aussagen des Kindes in seinen Worten wieder. Benutzt das Kind nicht allgemein gebräuchliche Bezeichnungen, so ist bei diesen Bezeichnungen zu bleiben. Jedoch ist im Klammervermerk darzulegen, was das Kind darunter versteht. Der Kriminalist fertigt abschließend einen Eindrucksvermerk. Dort wird niedergelegt, wie sich das Kind in der Befragung verhalten hat. Dieser Vermerk liefert dem Richter in der Hauptverhandlung erste Hinweise auf die Glaubwürdigkeit des Kindes. Daher ist insbesondere darauf einzugehen, ob die Aussagen spontan, detailreich und realitätsverflochten waren. Es ist darauf einzugehen, ob das Kind lebhaft oder zögerlich die Aussage machte, ob es einen altersgerechten Wortschatz besaß und ob es die Tathandlungen als erlaubt oder verboten ansah.

 

2. Gegenüberstellung
Bei Verbrechen wie SRA oder trauma based mind control, aber alleine bei sexuellen Missbrauch vor allem wenn (Klein)Kinder Täter/innen benennen oder erkennen, müssen diese bei der Polizei sowohl in einer Einzelgegenüberstellung oder Wahlgegenüberstellung, wenigstens jedoch in einer Lichtbildvorlage, die entsprechenden Täter/Innen gezeigt bekommen. Ist ein Kind ein Opfer sexueller Übergriffe, so wird eine anonyme Wahlgegenüberstellung bevorzugt, um das Kind nicht aufgrund der persönlichen Konfrontation mit den Täter/Innen zu belasten. Diese wird durch Videoaufnahme gestützt.

 

3. Spurensuche, Spurensicherung und Tatortarbeit
Spurensuche, Spurenschutz und Spurensicherung am (Klein)Kind, der Kinderbekleidung, im Fahrzeug der Tatverdächtigen, an der Bekleidung der Tatverdächtigen hat zwingend zu erfolgen. Bei gemeinschaftlich begangener Tatbegehung muss bei Anzeigenerstattung und Abtransport des (Klein)Kindes ins Krankenhaus bei gleichzeitiger Entbindung der ärztlichen Schweigepflicht des aufnehmenden Personals eine vorläufige Festnahme der dringend Tatverdächtigen wegen Verdunkelungsgefahr in Betracht gezogen werden.

 

4. Forensische Untersuchung
Nach Hochmeister / Grassberger / Stimpfl müssen bei (Klein)Kindern Verletzungsgutachten erstellt werden. Hierzu ist mit den (Klein)Kindern zuvor eine medizinisch untermauerte Befragung verpflichtend. Diese hat zu enthalten:

  • Verletzungsentstehung
  • Verletzungsfolgen
  • Behandlungen
  • Schmerzen
  • Komplikationen
  • frühere Erkrankungen und Unfälle

Daraufhin muss ein im Auftrag des Gerichts abgesicherter, exakt erhobener und richtig dokumentierter Befund als Grundlage des forensischen Gutachtens vorgenommen werden. Hierzu muss die gesamte Körperoberfläche des Kindes einer systematischen Inspizierung bei gleichzeitiger fotografischer Dokumentation festgestellter Verletzungsbefunde unterzogen werden. Erhoben werden dabei Bewegungseinschränkungen, Funktionsausfälle und psychische Auffälligkeiten.

Das Gutachten hat folgende Gesichtspunkte zu enthalten:

  • Beschreibung der Lokalisation, des Aussehens und der unmittelbaren Folgen der Verletzungen
  • Qualifikation der Verletzungen
  • Durch welche Mittel und Werkzeuge die Verletzung herbeigeführt wurden
  • Eine Aussage darüber, ob die in Rede stehenden Verletzungen mit einem solchen Mittel oder auf eine solche Weise hätte begangen werden können
  • Dauer der Gesundheitsschädigung
  • Dauer und Intensität der durch die Verletzungen hervorgerufenen Schmerzen
  • Beeinträchtigungen durch Suchtmittel und Medikamente
  • Literaturangaben der medizinischen Fachliteratur

Nach Abschluss eines derart verfassten Gutachtens haben alle Parteien das Recht auf Erläuterung der festgestellten Befunde. Hierüber ist eine Niederschrift zu fertigen. Bei (Klein)Kinder, die SRA oder MK Ultra erlitten haben, also Formen der Kindesmisshandlung durch körperliche Misshandlung, sexuellen Missbrauch und seelische Misshandlung, muss eine körperliche Untersuchung des Ano-Genitalbereichs erfolgen. Die Vornahme eines Skelettscreenings ist zusätzlich bei diesen in Rede stehenden Delikten mittlerweile ein internationaler Standard. Hierbei werden alle wesentlichen Knochen einer Suche nach frischen oder alten Knochenbrüchen oder Verletzungen an den Vorderzähnen in der Röntgenuntersuchung unterzogen. Kopfverletzungen erfordern eine CT-Untersuchung. Wichtig ist zusätzlich eine Untersuchung des Augenhintergrundes, da Netzhautblutungen einer der stärksten Hinweise auf Schütteltrauma sind. Zur Feststellung bei in Rede stehenden Bauchverletzungen müssen (Klein)Kinder eine Ultraschalluntersuchung unterzogen werden. An den Ohren können Verletzungen durch Zerren, Ohrmuschelblutungen, Trommelfellblutungen und Trommelfellrisse entstehen. Daher müssen bei (Klein)Kindern auch eine otoskopische Kontrolluntersuchung erfolgen, als auch ein MRT, eine nuklearmedizinische Untersuchung durchgeführt werden muss, um Narben im Gewebe auszumachen. Als Symptome alleine bei sexuellem Missbrauch gelten:

  • Bauchschmerzen, Einnässen, Einkoten, Asthma, Migräne, Ess-Störungen, Schlafstörungen, Bulimie, Selbstbeschädigung
  • nicht lokalisierbare Unterleibsschmerzen, Schwellungen, Rötungen, Juckreiz, Wunden i.V.m. unerklärlichen Blutungen, urogenitale Entzündungen, Reizungen durch Fremdkörper
  • Ausfluss, Entzündungen und Verletzungen im Analbereich
  • Altersuntypisches, inadäquates Sexualwissen
  • psychiatrische Auffälligkeiten wie neurotische Störungen, Angstzustände, Depressionen

In der Anamnese ist das Kind allein zu befragen. Die Befragung ist videodokumentiert zu untermauern.

 

Die Spuren bei SRA und MK Ultra/trauma based mind control sind lebenslang auszumachen – siehe http://traumabasedmindcontrol.com/index.php/no-lie-mri/

Werden keine der obigen Untersuchungen oder Befragungen oder Gegenüberstellungen durchgeführt, ist es ratsam, mit dem (Klein)Kind ins Ausland zu fahren und eben diese Untersuchungen durchführen zu lassen auf eigene Kosten, optimalerweise im Beisein eines Anwaltes, der die kompletten Untersuchungen filmisch dokumentiert. Die Ergebnisse können dann elektronisch weltweit an unabhängige Spezialist/inn/en verschickt werden.

 

Bildquelle: Reaktion der Ärztekammer Wien auf mehrere Beschwerden und Anzeigen im Fall Sadegh – hier 2016

 

© Mag. Andrea Sadegh, Juni 2017