XAVAS und die Volksverhetzung

 

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2012: XAVAS: https://www.youtube.com/watch?v=5jiBqmBpd68

 

“Wo sind sie jetzt?”

XAVAS, 2012

„Ich schneide Euch jetzt mal die Arme und die Beine ab und dann fick ich
Euch in’n Arsch, so wie Ihrs mit den Kleinen macht. Ich bin nur
traurig und nicht wütend. Trotzdem würd ich Euch töten. Ihr tötet
Kinder und Föten und ich zerquetsch Euch die Klöten. Ihr habt einfach
keine Größe und Eure kleinen Schwänze nicht im Griff. Warum liebst Du
keine Möse? Weil jeder Mensch doch aus einer ist.

Wo sind unsere Helfer? Unsere starken Männer? Wo sind unsere Führer?
Wo sind sie jetzt?

Wo sind unsere Kämpfer? Unsere Lebensretter? Unsere Fährtenspürer? Wo
sind sie jetzt?

Die Stadt strahlt. Chaos! Sie treffen sich im Keller und rasten aus zelebrieren
den Satans Schrei. Lasst ihn raus! Wir liefern Dir ein Opfer
gerade nackt im Rausch. Niemand will drüber reden. Wenn die Treibjagd
beginnt, ziehen sie los, um zu wildern. Denn ihr Durst ist unstillbar
und schreit nach nem Kind. Okkulte Rituale besiegeln den Pakt der
Macht. Mit unfassbarer Perversion werden Kinder und Babies
abgeschlachtet. Teil einer Loge, getarnt unter Anzug und Robe. Sie
schreiben ihre eigenen Gebote.

Bruderschaftenrecht austeilen. Sie fühlen sich sicher und überlegen,
posieren vor uns, lächeln ins Blitzlicht, frei von jeglicher Empathie.
Gefühlslose Bestien erklären sich zu Göttern durchs Übertreten von
Grenzen, jonglieren mit der Macht, präsentieren sich auf Bühnen. Doch
sie können nur so lang spielen, wie wir uns nicht informieren. Wo sind
die Kämpfer hin?

Wo sind unsere Helfer? Unsere starken Männer? Wo sind unsere Führer?
Wo sind sie jetzt?

Wo sind unsere Kämpfer? Unsere Lebensretter? Unsere Fährtenspürer? Wo
sind sie jetzt?

Wo sind unsere Helfer? Unsere starken Männer? Wo sind unsere Führer?
Wo sind sie jetzt?

Wo sind unsere Kämpfer? Unsere Lebensretter? Unsere Fährtenspürer? Wo
sind sie jetzt?

[Einspieler, Frau:]

Was mich an seinen Worten besonders schockierte: Der Kleine sagte:
“Papa hat sich verkleidet, aber ich habe sofort seine Stimme erkannt.
Und Robert sprach auch von Tieropfern, und auch von Kindern. Er hat
sehr viele Dinge mimisch dargestellt.

Er hat gesagt, es wurden Kinder geopfert?

Er hat nicht die Worte Kinder geopfert benutzt, er sagte, sie haben ihr Blut tröpfeln lassen, also beerdigt…“

 

Die Taz und sämtliche andere Medien sind empört. Anstelle Xavas zu unterstützen, also das Thema journalistisch aufzugreifen, redet man den Anzeigenden, der LINKEN JUGEND Deutschlands (besonders pikant nun im Fall des linken Politikers Edathy, der wegen Besitz von pädokrimineller Pornographie angeklagt worden ist, in weiterer Folge gegen andere Politiker, ähnlich wie gerade in England, ermittelt wird) und der LESBEN- und HOMOSEXUELLEN Vereinigung (LSVD, die bekanntlicherweise großes Interesse daran haben, von den Mächtigen die Erlaubnis zu erhalten Kinder adoptieren zu dürfen, das heißt vorerst noch kein Interesse daran hat zu fragen, woher diese Kinder kommen und was sie und ihre Mütter erleben mussten) nach dem Mund, anstelle vor allem den Kindern zu helfen, die dieses Leid ertragen müssen.

Und umschreibt der Song samt Reaktionen all das, was das Thema bietet: Die Ohnmacht der Täter, die sich Namen von Gottheiten geben lassen, die Angst all das selber als Einzelpersonen erleben zu müssen, ohne eingebettet sein in mächtige Gruppen, die für sie identitätsstiftend sind und diese in ihrer Minderwertigkeit dringend benötigen. Die unendlichen Gräuel der Kinder, die das erleben müssen und der dissoziierten Mütter, die rein sachlich zu erklären versuchen um nicht zusammenzubrechen. Die Pakte und Rituale, die auf den Rücken dieser Kinder abgeschlossen werden, werden ebenfalls thematisiert, so wie der „Blutdurst“, von dem auch die Fachliteratur berichtet: Beginnt man damit, auf diese Art „Macht“/“Lust“ zu empfinden, dann kommt es zu einer Art „Blutdurst“, der immer wieder aufs Neue gestillt werden muss. Auch der dem Thema „ritual abuse“ zugrundeliegende Hass auf Frauen wird von den Künstlern thematisiert, was hochbrisant ist, allein beim Thema „Kindesmissbrauch“, da den Kindern dabei während des Missbrauchs erzählt wird, „die Mama hat dich nicht lieb, sie will das du das erlebst, sie mag es wenn Du leidest“, und führt, bleibt der Missbrauch unbehandelt, nicht zu einem gesunden Frauenbild, da die Täter es bekannterweise meistens immer den Müttern zuschieben.

XAVAS komprimiert in diesen Song an die 10tausende von Fachliteraturseiten und ist in seiner knappen Präzision einzigartig, um auf die unzähligen Aspekte dieses Verbrechens uns seiner Folgen hinzuweisen. Allerdings setzt dieses Verstehen Einarbeitung in die Thematik voraus, was nicht im politischen Interesse zu sein scheint:

Juristen und Medien kümmern sich rührend um Interessensgemeinschaften, Aufdecker werden entweder im Sinne der Volksverhetzung (…) angezeigt oder damit bedroht, während das enorm wichtige Thema mithilfe von Interessensgemeinschaften medial “verwurstet” wird und bleibt über: In Persönlichkeitsstörungen gequälte Kinder, teilweise mit amputierten Gliedmassen, Frauenhass, Logen, Macht, fragile männliche Identitäten und das völlige Fehlen von Korrektiven (PolitikerInnen, ÄrztInnen, MedienvertreterInnen, PolizistInnen, MenschenrechtskämpferInnen), nach denen XAVAS fragt und frage ich mich als betroffene Mutter ebenfalls, gerne in meinen Worten: Wo sind die Kämpfer hin? Wo die Führer? Wo die Lebensretter? Wo die Fährtenspürer? Wo sind sie jetzt, die starken Männer?

Wo die Frauen?

In einem Statement sagen XAVAS, sie wollten mit dem Song nur darauf aufmerksam machen, jeder soll selber „googlen“, sich ein Bild machen, nur wenn man im Netz sucht, dann sucht man lange, bevor man etwas Brauchbares findet, genauso wie dieses Schlagwort, also „trauma based mind control & (satanisch) ritueller Missbrauch“, in den deutschsprachigen Bibliotheken fast nicht zu finden ist.

Bezeichnend ist auch ein Artikel aus der taz http://www.taz.de/!105622/, in dem den Künstlern selbst Gewaltphantasien unterstellt werden: Die Aufdecker werden kriminalisiert, nur um nicht selbst Stellung beziehen zu müssen nach Dutroux, Kampusch, Fritzl und anderen und werden die Künstler diffamiert, Xavier Naidoo´s Werk als „Erlösungspop und Messianismus“, in den sich immer wieder „reaktionäre Botschaften“ mischen würden, beschrieben. Gleichzeitig wird Pro7 vorgeschlagen, sich von Naidoo zu trennen. Ach ja, der Artikel heißt: „Naidoo und die Volksverhetzung“ und wurde am 15.11.2012, von Daniel Bax publiziert.

© Mag. Andrea Sadegh, 2013 – 2017